Tag 4 als Veganer: Die Nutella-Frage

Wer auf Twitter aktiv ist, der weiß: Nutella ist heilig. Nur leider nicht vegan. Und das kann einen schwach werden lassen.

Traveler Z 14

Als Schreiberling fällt es manchmal schwer das einzugestehen, aber Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Daher drückt dieses (schon etwas älteres Bild) mein Verhältnis zu Nutella ganz gut aus.

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Daher muss ich auch beichten, dass die feinherbe vegane Nutella-Alternative zwar gut schmeckt, aber bei Weitem nicht an das Original herankommt.

Nach vier Tagen also tatsächlich der erste Moment, an dem ich mir das unvegane Produkt an den Frühstückstisch gewünscht habe.


Wie aufwändig ist vegane Ernährung?

Die Frage wurde nun schon öfter gestellt und nach vier Tagen kann ich fürs Erste sagen: Nicht aufwändiger als davor. Klar google ich ein paar mal mehr am Tag (und eine App oder ähnliches wäre schön) nach Rezepten oder veganen Lebensmitteln, aber da ich schon seit Jahren beinahe jeden Tag koche, ist veganes Kochen kein Mehraufwand.

Zu den Vorbereitungen auf das Vegan-Projekt ist zu sagen, dass ich mich weder moralisch noch ernährungsphysiologisch vorgebildet habe. Die moralischen Gründe sind mir von veganen Freunden, Bekannten und Kollegen weitestgehend bekannt und solange keine Haare oder Zähne ausfallen, gehe ich davon aus, dass mir keine wichtigen Nährstoffe fehlen.

unveganes angebot

Die einzige Vorbereitung für das Vegan-Projekt bestand darin, dass ich zwei Tage vor Beginn des Vegan-Projekts einen Streifzug durch den dm gemacht habe und Sojaprodukte und Aufstriche gekauft habe, um für die erste vegane Woche einigermaßen gewappnet zu sein.

Ansonsten koche und backe ich ähnlich wie sonst auch: Beilagen in Form von Nudeln, Kartoffeln, Brot sowie Gemüse und Obst. Fleisch fehlt mir überhaupt nicht. Auch eindeutig unmoralische Angebote von Kollegen lösen keine kaum Emotionsausbrüche oder Gelüste aus. Wie oben erwähnt ist Nutella der bisher einzig echte Wehrmutstropfen – aber vielleicht gibt es da ja auch eine Variante zum Selbermachen.


Veganes Mittagessen

Nachdem die Tomatenpaste gestern auf dem Brot zwar ganz lecker war, aber auf dem Brot dann doch nicht genug Abwechslung für die nächsten Tage bietet, ist daraus jetzt ein Tomatenpesto für Nudeln geworden.
Schnell herzustellen und zu Pasta extrem lecker.

Vollkornnudeln mit Tomaten-Pesto:
Nudeln
Tomaten-Pastete
Balsamico-Essig
Olivenöl
Wasser
Knoblauchzehe
Italienische Gewürze
Und wer mag: Pinienkerne

Zubereitung: Knochblauchzehe pressen, zwei Esslöffel Olivenöl, Balsamico-Essig, Wasser mit Gewürzen und Tomatenpesto mischen. So lange verrühren, bis ihr eine homogene Masse habt.


IMG-20150204-WA0003Veganes Abendessen

Roggenvollkornbrot mit Kräuterbutter und marinierten Karotten:

Zubereitung der Kräuterbutter: Vegane Butter cremig rühren und mit Kräutersalz, einem Spritzer Zitronensaft und Kräutern mischen.
Rezept für marinierte Karotten gibt es hier.

Die marinierten Karotten seien euch wirklich ans Herz (und in den Mund) gelegt – unfassbar lecker. Und wer Knoblauch mag, kommt voll auf seine Kosten!