Tag 5 als Veganer: Wie teuer ist vegane Ernährung?

Sojamilch – 1,79 Euro. Das kleine Stück Tofu – 1,65 Euro. Die Mini-Dose Brotaufstrich – 1,95 Euro. „Das wird ein teurer veganer Monat“, waren die Gedanken, als ich mich vor einer Woche mit ein paar veganen Basics eindeckte. Von wegen.


Natürlich ist der Liter Sojamilch nicht unbedingt günstig, wenn man H-Milch für unter einem Euro gewohnt ist. Aber: Während ich vor einer Woche einen halben Liter bis Liter Milch am Tag verbraucht habe, hat sich der Vanille-Soja-Drink fünf Tage gehalten. Von der normalen Sojamilch ist auch immer noch etwa da.

Ich habe also in fünf Tagen nicht nur X Euro für Milch gespart, sondern überhaupt keine Ausgaben für Käse, Wurst oder Fleisch gehabt. Gemüse und Obst zählen in der Küche ohnehin zur Grundausstattung, daher sind auch hier keine zusätzlichen Kosten angefallen.


Veganes Mittagessen

Veganes Frikassee
Veganes Frikassee

Heute gab es veganes „Hühner“-Friskassee mit Reis. Das erinnerte tatsächlich an das Original und schmeckte sehr gut.

Die Zartbitterschokolade habe ich gestern nach vier Tagen (!) aufgebraucht. Eine normale Vollmilchschokolade hat Glück, wenn sie mehr als vier Minuten auf dem Tisch „überlebt“. Allerdings konnte ich mich beim Einkaufen nicht überwinden, eine neue Tafel zu holen. Zartbitterschokolade ist zwar sehr lecker, aber viel kann ich davon nicht essen – was ja vielleicht am Ende des Projekts meiner Figur zugute kommt.


Die Sache mit der Schokolade

Im Laden fällt auf, was alles nicht geht

Insgesamt ist die Schokoladen-Situation aber doch etwas frustrierend, da ich im dm festgestellt habe, dass ich die Zartbitter-Mandelsplitter nicht mehr essen darf. Da Zartbitterschokolade und Mandeln erstmal nichts milchhaltiges implizieren, ging ich davon aus, dass ich mich zumindest an der Fraktion nicht einschränken müsste – falsch gedacht, wie ein Blick auf die Zutatenliste zeigt. Generell sind doch in mehr Produkten tierische Inhaltsstoffe zu finden, als man auf den ersten Blick vermuten könnte.

Da Oreo-Kekse angeblich vegan sind, schien das eine gute Lösung. Im Laden gab es – tadaaa – nur die Oreos mit weißer Schokolade. Die normalen Oreos waren ausverkauft. Glück für meine Kalorienbilanz, schlecht für die Laune.

Aber Ende gut, alles gut: Ein Schokopudding zum Abendessen aus Reismilch, Hafer-Créme, Rohrzucker und Schoko-Pudding-Pulver (von alnatura) hat mich wieder mit der veganen Welt versöhnt.