Tag 17 als Veganer: Von Angebot und „Nein“-Sage

Ist euch schon mal aufgefallen, wie viel man im Alltag an Knabbereien angeboten bekommt? Mir bis zum Vegan-Projekt nicht. Und daher auch nicht, wie oft man dazu „Ja“ gesagt hat, obwohl man sich vorgenommen hatte „Nein“ zu sagen. Ein „Ja“ gab es aber heute zur veganen Schoko-Mousse, die in abgewandelter Form eine zweite Chance bekam.


Wie an Tag 4 bereits festgestellt, war die vegane Schoko-Mousse nicht wirklich prickelnd. Aber da sie sich verrührt mit Soja-Vanille-Drink auf dem Pfannkuchen ganz gut geschlagen hatte, bekam sie beim Frühstück eine zweite Chance.

Veganes Frühstück

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In einer Tasse wurden zwei Teelöffel vegane Schoko-Mousse mit einem Teelöffel Soja-Vanille-Drink verrührt. Randnotiz: Mir schmeckt die von Alpro um Längen besser als die von Alnatura. Dadurch glich die Schoko-Mousse optisch und von der Konsistenz her schon mal mehr Nutella. Und es war eine geschmackliche Verbesserung – sofern das jemand auf  über zweiwöchigem Nutella-Entzug wirklich beurteilen kann.

Da in der Tasse noch angerührte Schoko-Mousse übrig war, wurde die Tasse einfach mit Vanille-Soja-Drink aufgefüllt, in der Mikrowelle aufgewärmt und voilà gab es noch eine heiße Schokolade zum Frühstück.


Veganes Mittagessen für Eilige

Vollkornnudeln in Butter mit Cocktailtomaten:

Vollkornnnudeln abkochen, in veganer Butter schwenken. Cocktailtomaten halbieren und dazugeben. Mit Kräutersalz abschmecken, fertig. Einfach schnell und lecker.


Ungeahnte Willenskraft

Nach über zwei Wochen Vegan-Projekt fällt auf, wie viel man im Alltag angeboten bekommt. Hier mal in unvollständiger Auflistung, was aufgrund der veganen Ernährung dankend abgelehnt wurde:

Lindt-Schokolade
Twixx
Kekse
Belegte Brötchen
Krapfen
Babybels
Vanille-Eis
Merci
Süße Stückchen
Butterkekse
Kuchen
Duplo

Das und viel mehr wäre in den letzten zweieinhalb Wochen auf dem Teller/dem Schreibtisch und damit eher früher als später auf den Rippen gelandet. Und in der Auflistung sind noch nicht einmal die selbst gekauften Naschsachen, Snacks und Zwischenmahlzeiten dabei, die es ohne das Vegan-Projekt gegeben hatte.

Stattdessen sind die veganen Ersatzprodukte im Vergleich recht überschaubar:

Veganer Schoko-Pudding
Veganer Schoko-Kuchen
Schoko-Reis Waffeln
Zartbitterschokolade
[Ja, von Schokolade komme ich einfach nicht los]
Vegane Kekse
Oreos

Das Interessante an den Snack-Angeboten ist, dass ich mir weit vor dem Vegan-Projekt immer wieder vorgenommen hatte, öfter mal „Nein“ zu sagen (so viel Sport, um das alles wieder abzutrainieren, kann will ja kein Mensch machen) – aber natürlich klappte das nie. Der Anreiz war nicht stark genug.

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Im Vegan-Projekt hingegen ist es kein Problem. Vielleicht liegt es an den klar gesetzten „Regeln“ – keine tierischen Produkte – oder auch an dem festgelegten Zeitraum von vier Wochen. Plötzlich so viel „Willenskraft“ zu haben ist auf jeden Fall eine ziemlich coole Erfahrung. Und wird netterweise sogar von meiner Umwelt wahrgenommen.

Mal sehen, ob etwas davon nach dem Vegan-Projekt noch erhalten bleibt.