Tag 21 als Veganer: Von Gnocchi mit falschem Käse zu veganer Mousse au Chocolat

Nach drei Wochen veganem gutem Essen lässt sich ohne Übertreibung sagen: Der Tag war mit Abstand ein kulinarisches Highlight. Das lag vor allem am selbstgemachtem Käse, der veganen Mousse au Chocolat und … Ach, eigentlich an allem.


Vegane Gnocchi mit Tomatensoße

Zutaten-vegane-GnocchiDie Inspiration zu den Gnocchi kam von der Facebookseite einer Kochschule, Kontrastreich – Vegan in Stuttgart, die mir mein Chef empfohlen hatte – an dieser Stelle nochmal danke an alle, die mich so zahlreich mit tollen Tipps, Anregungen und Rezepten versorgen!

Neben gestampften Kartoffeln, Dinkelmehl und Weizengrieß kommt in die veganen Gnocchi Lupinenmehl – was wir vorher noch nie gehört hatten, das es aber tatsächlich im Biomarkt oder im Reformhaus gibt. Und als neue Eiweißwunderwaffe für Veganer gehandelt wird.

Mangels Kartoffelpresse musste Omas Spätzlepresse herhalten. Das Ergebnis war pressentabel (höhö).

Kartoffeln werden gepresst
Mit der Spätzlepresse lassen sich die Kartoffeln wunderbar verarbeiten

Von der angebenen Mehl- und Grießmenge wurde nach dem Kneten etwas mehr hinzugefügt, weil der Teig noch sehr nass und daher schlecht formbar war. Danach klappte es wunderbar.

Vegane Gnocchi, die mit der Gabel geformt wurden
Die veganen Gnocchi im Rohzustand

Die Gnocchi wurden nach Anleitung gerollt und mit einer Gabel entstand das ästhetisch tolle Muster auf der Oberfläche. Danach ging es für ein paar Minuten ins kochende Wasser.

Mit kaltem Wasser abschrecken und ein wenig Olivenöl drüber – fertig.

Zum Essen gab es noch eine Tomatensoße: Dafür wurde dieses Rezept genommen und war trotz sehr einfacher Herstellung einer der besten Tomatensoßen, die bisher ausprobiert wurden. Wird daher auch garantiert für andere Gerichte wieder zum Einsatz kommen.

Aber Gnocchi in Tomatensoße wäre ja zu langweilig: Ich nahm das Gericht daher zum Anlass, einmal einen veganen Käse selbst herzustellen.


Falscher veganer Käse zum Überbacken

Eine gute Alternative zu Käse: veganer Käse
Der vegane Käse aus Mehlschwitze, Senf und Hefeflocken

Das vegane Käserezept stammt von Peta. Ausprobiert wurde der vegane Pizzakäse (aufwändigere Varinate) mit Senf, Hefeflocken, Mehl und Butter. Wer jetzt bei Senf schon zurückschreckt: Lasst euch davon nicht abhalten. Ein bekennender Senf-Verneiner fand das Ergebnis trotzdem lecker.

Noch während ich skeptisch in der veganen Mehlschwitze mit Hefeflocken und Senf rumrührte und mir nicht wirklich vorstellen konnte, wie das Käse ersetzen soll, schallte es aus der Küche „Hier riecht es aber lecker nach Käse!“ – das stimmte mich schon mal positiver.

Die Gnocchi und Tomatensoße kamen in eine kleine Auflaufform und den veganen Käse, der eine cremig-flockige Konsistenz hat, wurde darüber halb gebröckelt, halb gestrichen.

Der vegane Käse hatte nach dem Backen tatsächlich eine ähnliche krustige Beschaffenheit und auch eine optische Ähnlichkeit mit Käsen. Das Auge isst ja bekanntlich auch mit.

veganer Käse vor dem Backen
Der falsche vegane Käse im „Rohzustand“

Der falsche Käse hatte eine leichte Senfnote, die aber nicht aufdringlich war und dem ohnehin schon sehr leckeren Essen eine zusätzlich schmackhafte Note verlieh.

veganes gratin
Optisch ein Augenschmaus – und sonst auch

Vegane Mousse au Chococlat

Mousse au Chocolat besteht eigentlich neben Schokolade aus Sahne und Ei. Wieder mal so ein Fall, wo man sich im Vorfeld nicht so richtig vorstellen kann, wie das in der veganen Variante klappen soll.

Püriertes Seidentofu
Seidentofu: Schmeckt pur ungefähr so wie es aussieht

Zutaten:
Seidentofu, 400 Gramm
Zartbitterschokolade, 200 Gramm
Avavensirup, 1 bis 2 Teelöffel
Kakao, 2 EL

Die Vorstellungskraft hielt sich auch weiter in Grenzen, als das Seidentofu – die Basis für vegane Mousse au Chocolat – püriert wurde.

Das soll schmecken?

Neben den obligatorischen 200 Gramm Zartbitterschokolade wurden frei Schnauze zwei Teelöffel Agavensirup und zwei gut gehäufte Esslöffel Kakao untergemischt. Sah zumindest schon mal besser aus und war auch cremig, Mousse-Konsistenz war das aber noch nicht.

Vegane Mousse au Chocolat
Da bleibt nicht viel zu sagen. Außer: Lecker

Nach einer Stunde im Kühlschrank war die vegane Mousse aber richtig schön fest und moussig. Und schmeckte wie Mousse au Chocolat. Von Soja-Geschmack zum Glück keine Spur. Und da das Ganze richtig schnell herzustellen ging, ist die vegane Mousse au Chocolat mit Sicherheit eines der Rezepte, die noch öfter auf den Tisch kommen.