Tag 22 als Veganer: Mutti ist die Beste

Im veganen Februar stehen doch recht viele Familienbesuche auf dem Plan. Bisher erwies sich dieser Umstand für das Vegan-Projekt als äußerst förderlich. Da bildete der Tag bei Mutter keine Ausnahme. Das lag an einer veganen Super-Überraschung und an einem neuen Küchengerät – das allerdings zu einem unrühmlichem Ende führte.


Was nach der fast dreistündigen Fahrt zur Familie in dieser Woche deutlich wird: Der Hunger kommt trotz reichhaltigem Essen schneller und heftiger.

Dass ich Hunger habe, ist an und für sich nichts Ungewöhnliches, aber die Häufigkeit und Intensität war in der dritten Woche, gerade auch im Vergleich zu den vorherigen, sehr auffällig.

Manche sagen, dass man als Veganer keine Heißhunger-Attacken mehr hätte – das kann ich schon mal nicht bestätigen. Andere sagen, dass es während der Umstellungsphase passieren kann, über die ich zumindest gefühlt aber schon hinaus bin. Vielleicht aber auch alles ein Zeichen saisonaler Depression? Hach, ich liebe Internet-Foren.

Den wahren Grund dafür kann mir Google leider auch nicht verraten. Zumindest bin ich noch nicht verhungert, das ist die gute Nachricht.


Veganer Aperitif

Ausgehungert bei der Familie angekommen, wurde ich mit einem Bananen-Mandel-Smoothie begrüßt (was entweder an meiner aufmerksamen Mutter oder aber an den verzweifelten Whatsapp-Nachrichten während der Bahnfahrt lag). Auch wenn ich kein Smoothie-Fan bin – das ging runter wie (vegane) Butter.

Bananen-Mandel-Smoothie:

0,3 l Reismilch
1 kleine Banane
1 EL Mandelmus oder Nussmus
alles zusammen purrieren


Veganes Mittagessen

Hirse-Bratlinge überbacken mit veganem Käse und Pilzgemüse

Zum Mittagessen gab es Hirse-Bratlinge, die ich mir mit dem mitgebrachtem falschem Käse überbackte – eine fantastische Kombination!

Dazu wurden gebratene Pilze serviert.


Vegane Schokolade

Vegane Schokolade
Im veganen siebten Himmel

Falls ihr bisher den Eindruck hattet, dass es bei vielen Rezepten um Schokolade, Kuchen oder schokoladenhaltige Mahlzeiten geht: Ihr habt euch nicht geirrt.

Tatsächlich hat der Verzicht auf Vollmilch-Schokolade mir während des Vegan-Projekts einiges an Kalorien gespart, aber umso mehr Willenskraft gekostet. Und nach dern ich zu Beginn des Vegan-Projekts mehrere Tage mit einer Zartbitterschokolade gekämpft habe, wurde keine Tafelschokolade mehr angerührt.

Umso toller, dass es vegane Schokolade gab! Die beiden Sorten schmeckten sehr gut und es fiel mir (vielleicht auch aufgrund der Geschmacksrichtungen) nicht auf, dass sie vegan sind – der Preis lässt es aber wiederum dann doch vermuten.


Veganes Abendessen mit unrühmlichem (aber leckerem) Ende

Dank eines neuen Mahlaufsatzes für die Küchenmaschine (juhuu), konnte ich endlich den Grünkern verarbeiten, der vor ein paar Wochen im Biomarkt ergattert worden war. Der ursprüngliche Plan sah vor, Grünkernklöße in einer Gemüsesuppe zu machen.

Nachdem das Grünkernmehl aber mit Zwiebeln und Knoblauch angebraten worden war und 15 Minuten in einer Gemüsebrühe gezogen hatte, schaffte er es leider nur noch direkt auf den Teller. Ich habe Grünkern seit meiner Kindheit nicht mehr gegessen, wo ihn meine Mutter als Hackfleisch-Ersatz in die Bolognese machte – und ich habe wirklich vergessen, wie gut er schmeckt!

Daher: Mea culpa. Die nächsten Tage wird es einen neuen Grünkernklößchen-Anlauf geben – dann hoffentlich mit dem geplantem und genauso leckerem Ende.