Zurück im unveganen Leben

Nach einer Woche zurück in der „Normalität“ hat sich ein deutlicher Verlust abgezeichnet: nämlich auf der Waage. Nachdem sich am Ende des Vegan-Projekts nichts getan hatte, wurden nach einer Woche plötzlich 1,5 Kilo weniger angezeigt. Hat sich das „Nein“ sagen zu Schokolade also doch gelohnt. Ein netter Nebeneffekt nach einem ohnehin schon positiven Fazit. 


Der Weg zurück zu unveganem Essen verlief genauso unkompliziert wie die Umstellung auf vegane Ernährung.

Aber noch eine Veränderung neben den Zahlen auf der Waage ist in der ersten Woche nach dem Vegan-Projekt bemerkbar:

Bis auf einmal im Restaurant, wo es Steak von glücklichen Rindern gab, kam kein Fleisch auf den Teller. Zum einen wurde noch nicht beim Biohof bestellt, zum anderen vermisse ich es nach wie vor nicht. Der Fleisch-Trend könnte sich also ganz altmodisch Richtung „Sonntagsbraten“ entwickeln.

Endlich wieder Milch

Wieder was gelernt: Der Demeter-Verband ist der einzige deutsche Öko-Verband, der das offenbar schmerzhafte Enthornen von Kühen untersagt.
Wieder was gelernt: Der Demeter-Verband ist der einzige deutsche Öko-Verband, der das Enthornen von Kühen untersagt.

Was aber wirklich toll ist wieder essen zu können: Milchprodukte in sämtlichen Variationen. Dabei waren es mehr die kleinen Sachen, die mir während des Vegan-Projekts doch gefehlt haben: Der Klecks Schmand in der – an und für sich ja veganen – Bulgurpfanne, der Fetakäse in der gefüllten Paprika und, und, und.

Der Vorsatz, demeter-Milch zu kaufen, hat schon mal wunderbar geklappt. Und es ist sogar viel unkomplizierter als gedacht. Fünf Minuten von meiner Haustür entfernt ist ein Reformhaus, in dem ich aber in den sechs Jahren, die ich hier wohnen, noch nie eingekauft habe.

Die Milch ist zwar etwas teurer als die H-Milch aus dem Supermarkt. Dafür habe ich zwei an der Schale leicht bräunliche Bananen für 50 Cent, also weniger als ein Viertel des eigentlichen Preises, bekommen. Auch nett.

Mehr Geschmack, weniger Müll

Und im Reformhaus gab es die demeter-Milch – oh Freude – sogar in fettarmer Ausführung. Und vielleicht bilde ich es mir nur ein: Aber sie schmeckt auch anders als die H-Milch aus dem Supermarkt, einfach „milchiger“.

Abgefüllt ist sie in Glaspfandflaschen, die man im Laden direkt wieder zurück geben kann. Den Verpackungsmüll spart man sich bei der Sache also auch noch.

Filmtipp

Ansonsten lief diese Woche – wie passend – eine Wiederholung von „Projekt Hühnerhof“, das mich nochmal bestärkt hat, dass künftig kein Fleisch aus dem Supermarkt mehr auf den Tisch kommt.

Wer sich für das Thema interessiert, dem sei diese Dokumentation wirklich nahe gelegt.