Die Super-Vegan-Diät Tag 3: Bergauf, bergab

Was erwartet man am wenigsten von einer Diät? Dass man keinen Hunger hat. Dafür aber auch keinen Appetit. Vermutlich eine Trotzreaktion des Magens auf den Verzicht von allem, was gut und schön war. Der ist nämlich gefühlt gerade dabei, auf die Größe einer Erbse zusammen zu schrumpfen.

Bergab geht es mit dem Gewicht. Dooferweise überwiegend mit dem des Mannes. 2,6 Kilo sind bei ihm unten, bei mir 0,5. Zugestanden: Bei ihm ist auch etwas mehr Masse zum Verlieren vorhanden (sorryMatzebutnotsosorry).

Bergauf bewege ich mich hauptsächlich gerade per Rolltreppe und Aufzug. Wider besseren Wissens und entgegen jeder Regel eines halb ausgegorenen Diätratgebers. Nachdem ich mich morgens nach dem Aufsehen und Frühstücken ungewöhnlich fit fühle, flacht das im Lauf des Vormittags sehr schnell ab, mündet in gemäßigter Schlappheit, endet aber spätestens in der Mittagspause darin, dass ein halbstündiger Bummel durch die Stadt einem Marathon gleicht. Direkt nach Feierabend falle ich den zweiten Tag in Folge nahtlos ins Bett.

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Der Mann hingegen sucht beinahe zwanghaft nach Beschäftigung, damit er nicht ans Essen denken muss. Das hat zur Folge, dass er sich um unser veganes Abendessen kümmert und für das Mittagessen am nächsten Tag vorkocht, während ich wegdöse (#hach #hach #hach #kleinerdrei #BesterEhemannvonallen <3).

Was ich niemals bei einer Diät erwartet hätte: Hunger habe ich nie. Das liegt allerdings weniger daran, dass die Mahlzeiten ausreichen oder ausgewogen wären. Es scheint so, als wüsste der Magen nichts mit der neuen Situation und mit der wenigen ihm dargebotenen Nahrung anzufangen.

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Als Trotzreaktion auf den Verzicht von Schokolade und sonst allem, was gut und schön war, ist er in einen scheinbar dauerhaften Zustand an die Grenze zur Übelkeit getreten. Daran können auch die außerplanmäßigen zwei Äpfel am Nachmittag nichts ändern, die aber zumindest die schlimmen Entzugsentscheinungen von gestern nicht wieder aufploppen lassen und über den restlichen Arbeitstag hinweg helfen.

Vielleicht ist der Magen aber auch einfach nur damit beschäftigt, auf die Größe einer Erbse zusammen zu schrumpfen.

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Appetit oder Freude auf die Mahlzeiten kommt dabei leider gar nicht mehr auf, selbst wenn leckere Gerichte dabei sind, wie heute Morgen der gebratene Bananen-Ahornsirup-Toast oder das Tofu-Reis-Curry zum Mittag.

Gemessen an der Gesamtsituation halten wir uns aber ganz tapfer – vor allem der Mann – und im Vergleich zu gestern halten sich die schlimmsten Begleiterscheinungen der Diät in Grenzen. Vielleicht geht es ja weiter bergauf.