Die Super-Vegan-Diät Tag 4 und 5: Erfolge, Boykott und Versuchungen

Nach 4 Tagen Super-Vegan-Diät scheint sich der Körper so langsam auf die Mangelernährung eingestellt zu haben. Aber es wartet ein ungeplantes Hindernis in Tag 5: eine Geburtstagsfeier.

An Tag 4 fühlte ich mich zum ersten Mal seit Beginn der Vegan-Diät wieder halbwegs menschlich und fit. Endlich!

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Damit verbunden stellte sich aber auch so langsam das erste richtige Hungergefühl ein. Donnerstag gab es zum Frühstück ein mehr als trockenes Couscous-Bananen-Müsli, zu Mittag Linsen und Spinat und am Abendessen Tofu-Wiener mit Senf und Brot. Von den Tofu-Würstchen konnte ich anstatt der zugestandenen zwei Stück nur eines essen. Was die Konsistenz von Essen angeht, ist der Magen seit Beginn der Vegan-Diät extrem empfindlich. So bekam ich weder die Austerpilze, die Avocado und auch nicht die zweite Tofu-Wurst hinunter.

Mit dem Gewicht geht’s weiter abwärts

Der Mann hat an Tag 4 satte 2,8 Kilo und an Tag 5 schon 3,2 Kilo unten. Er ist dem Ziel „4 Kilo in 7 Tagen“ also schon sehr sehr nahe. Bei mir war an Tag 4 zumindest der erste Kilo unten, auch wenn an Tag 5 die Waage plötzlich wieder 200g mehr zeigte. Bei gefühltem völligem Verzicht auf Essen eine absolute Unerhörtheit!

Freitag boykottierten wir das Rezept des Vegan-Diät-Buches zum ersten Mal. Zum Frühstück (!) hätte es ein Tofu-Gemüse-Ragout (!) gegeben. Für uns zum Frühstück ein absolutes No-Go. Da ich morgens im Gegensatz zu abends keinen großen Hunger verspüre, ließ ich das Frühstück ausfallen und aß über den Vormittag zwei Äpfel. Zu Mittag gab es eine kleine, ölige Portion Kartoffelsalat. Zum Abendessen zwei Scheiben veganen „Armen Ritter“. Ich kenne die unvegane Variante nicht, daher kann ich keinen direkten Vergleich ziehen – aber schlecht war es nicht.

Geschmacklich nicht mehr anspruchsvoll

Allerdings habe ich den Verdacht, dass meine Geschmacksknospen nach 4 Tagen Super-Vegan-Diät nicht mehr allzu anspruchsvoll sind und dankend alles annehmen, was nicht die Konsistenz von Urschleim hat. Die unterm Strich doch mehr als dürftigen Geschmackserlebnisse, zwischendurch auf der Arbeit nichts snacken zu können und das Fehlen von Kaffee machen das Super-Vegan-Diät-Projekt noch schwieriger und zäher als die kleinen Essensportionen. So langsam beeinträchtigt das die Motivation der Diät und auch wenn ich sonst selten ausgewiesen Lust auf Fleisch habe, machte mich gestern der Gedanke an ein Steak ziemlich schwach.

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Abends tat sich ein weiteres Problem auf: eine Geburtstagsfeier. Eigentlich hatte ich die Super-Vegan-Diät in eine Woche gelegt, in der nichts hätte statt finden sollen. Aber wie das so ist, kam dann noch recht spontan alles anders.

Auf einer Party vegan, ohne Zucker und ohne Alkohol durchkommen möglich?!

Aufgrund abnehmender (höhö) Motivation bin ich relativ ergebnisoffen an die Sache herangegangen. Es gab natürlich ein mords Buffet: Salate, Muffins, Kuchen, Spaghetti, Pesto und eine gut bestückte Bar. Den Vorsatz vegan wollte ich an dem Abend nicht brechen, allerdings sahen die Spaghetti-Berge mit Pesto aus wie eine halbe Offenbarung! Dennoch hielt ich mich brav an eine wirklich kleine Portion Salat (schließlich hatte ich kein Frühstück).

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In einem Punkt habe ich die Diät allerdings gebrochen: Ich hatte ein paar Drinks (natürlich vegan und ohne Zucker, immerhin!), und aufgrund des wenigen Essens der letzten Tage stellte sich die alkoholische Wirkung sehr viel früher als sonst ein.

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Trotzdem ließ ich Spaghetti und Muffins tapfer links liegen, was mir auch jetzt noch zum Einen einen gewissen Stolz abringt, andererseits trauere ich ob des verpassten leckeren Essens.

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